Bau von Schwimmbecken

Der Sommer ist die Zeit, in der man sich gerne im eigenen Pool abkühlt und entspannt. Ein Schwimmbecken gilt als stilvolle Aufwertung von Haus und Garten, in dem man in den warmen Monaten viele Stunden seiner Freizeit verbringt. Auf dem Markt gibt es zahlreiche verschiedene Poolarten, die sich in erster Linie nach Material und Bauweise unterscheiden. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Betonpools, Pools aus Styropor-Schalsteinen, GFK-Fertigbecken (Polyesterpools), freistehenden Aufstellpools sowie Naturpools bzw. Schwimmteichen. Im Folgenden werden die wichtigsten Fakten zum Bau von Betonpools und Pools aus Styroporsteinen in Deutschland zusammengefasst.
1. Welchen Pool wählen?
Auf dem deutschen Markt gibt es viele Poolvarianten. Am häufigsten ist weiterhin der klassische Betonpool, da er die größte Freiheit bei Form, Größe und Tiefe bietet. Außerdem sind Naturpools und Schwimmteiche zunehmend beliebt, da sie eine ökologische Alternative darstellen. Fertigpools aus GFK waren lange sehr verbreitet, werden jedoch heute eher als schnelle Lösung genutzt. Aufstellpools bleiben eine günstige, aber eher temporäre Option.
2. Betonpools
Wie der Name sagt, wird ein Betonpool aus Stahlbeton vor Ort gebaut (Schalung oder Betonsteine). Für den Bau ist zunächst ein Aushub der Baugrube notwendig, ebenso eine stabile Betonbodenplatte, die als Fundament dient.
Typische Vorteile:
- sehr hohe Stabilität und Lebensdauer
- maximale Gestaltungsfreiheit
- hochwertige Innenausstattung möglich
Geschätzte Kosten in Deutschland: ca. 30.000 – 80.000 € (Richtwerte, projektabhängig)

3. Bau eines Betonpools
3.1 Aushub und Bodenplatte
Zuerst erfolgt der Erdaushub der Baugrube sowie die Absicherung der Baufläche. Danach wird eine tragfähige Betonbodenplatte gegossen. Dabei ist es entscheidend, dass Einbauteile wie:
- Bodenabläufe,
- Skimmer
- und Rohrleitungen exakt positioniert werden.
Erst danach wird die Bodenplatte vollständig betoniert.
3.2 Betonwände
Beim Bau der Wände wird zunächst eine innere Schalung erstellt, an der alle notwendigen Leitungen und Einbauteile befestigt werden. Wichtig ist, dass die Schalung Öffnungen für Rohrdurchführungen erlaubt.
Zwischen Bodenplatte und Wand wird ein Dehnfugenband mit Dichtmasse eingebaut, um eine sichere Abdichtung zu gewährleisten. Danach werden die Wände betoniert. Nach ausreichender Aushärtung wird die Schalung entfernt.

3.3 Leitungen, Abdichtung und Dämmung
Nach dem Rohbau werden die externen Leitungen für die Pooltechnik verlegt. Alle vertikalen Rohrleitungen sollten sorgfältig geschützt werden.
An der Außenseite wird eine professionelle Abdichtung auf Bitumen- oder Zementbasis aufgebracht. Zusätzlich wird häufig eine Wärmedämmung aus XPS-Platten angebracht, um Energieverluste zu reduzieren.
3.4 Innenabdichtung und Oberfläche
Im Innenbereich wird zuerst eine elastische, wasserdichte Dichtungsschicht auf Zementbasis aufgetragen. Diese bleibt flexibel und schützt auch bei kleinen Spannungsrissen im Beton.
Als Endbeschichtung stehen mehrere Varianten zur Verfügung:
- Keramikfliesen oder Glasmosaik
- Natursteinverkleidung
- oder eine PVC-Poolfolie als Komplettabdichtung
Die PVC-Folie (ca. 1,5 mm stark) dient gleichzeitig als Abdichtung und Oberfläche. Sie ist besonders pflegeleicht und in Deutschland sehr verbreitet.
4. Pool aus Styroporsteinen
Auch hier sind zunächst ein Aushub und eine Betonbodenplatte erforderlich. Danach wird der Poolkörper aus Styropor-Schalsteinen aufgebaut.

5. Bau eines Styroporsteinpools
5.1 Aufbau und Leitungen
Der Pool wird Schicht für Schicht aus Styroporsteinen aufgebaut. Gleichzeitig werden die Rohrleitungen und Einbauteile integriert, sodass die Technik direkt im Mauerwerk verläuft.
Vorteile dieses Systems:
- sehr einfache Verarbeitung
- schnelle Bauweise auch für erfahrene Selbstbauer
- sehr gute Wärmedämmung durch Styropor
- keine zusätzliche Außendämmung notwendig
Nach dem Aufbau werden die gesamten technischen Leitungen rund um den Pool fertig angeschlossen.
5.2 Abdichtung
In Deutschland wird bei dieser Bauweise fast immer eine verschweißte PVC-Poolfolie (ca. 1,5 mm) verwendet. Diese bildet eine komplett wasserdichte Innenhülle.
Unter der Folie wird zusätzlich ein Schutzvlies (Filz) angebracht, das die Oberfläche schützt. Die Folie wird von Fachbetrieben exakt:
- zugeschnitten,
- verschweißt
- und auf Maß angepasst.
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Ist ein Styroporpool stabil?
Ja, ein Pool aus Styropor-Schalsteinen ist nach dem vollständigen Betonieren der Hohlräume sehr stabil und tragfähig. Die Styroporsteine dienen dabei nicht als tragendes Material, sondern als verlorene Schalung, in die Beton eingefüllt wird. Dadurch entsteht eine massive Stahlbetonwand mit zusätzlicher Dämmwirkung. Besonders vorteilhaft ist die gute Wärmedämmung, die das Wasser länger warm hält und Energiekosten reduziert. Voraussetzung für die Stabilität ist allerdings eine saubere Ausführung der Betonfüllung und eine fachgerechte Armierung.
Braucht man in Deutschland eine Baugenehmigung für einen Pool?
In vielen Bundesländern ist für einen privaten Pool eine Baugenehmigung erforderlich oder zumindest eine Meldepflicht, insbesondere wenn der Pool eine bestimmte Größe oder Tiefe überschreitet. Auch Abstandsflächen zum Nachbargrundstück spielen eine Rolle. Kleinere Aufstellpools sind oft genehmigungsfrei, während fest eingebaute Pools in der Regel geprüft werden müssen. Da die Regelungen regional unterschiedlich sind, sollte man sich immer beim zuständigen Bauamt informieren, bevor mit dem Bau begonnen wird.
Welche Abdichtung ist bei Pools am besten geeignet?
In Deutschland werden hauptsächlich zwei Systeme verwendet: PVC-Poolfolie und Fliesen bzw. Mosaik. Die PVC-Folie ist besonders beliebt, da sie kostengünstig, flexibel und sehr dicht ist. Sie gleicht kleine Bewegungen im Baukörper aus und ist relativ einfach zu reparieren. Fliesen hingegen bieten eine sehr hochwertige Optik und lange Haltbarkeit, erfordern aber eine absolut perfekte Untergrundvorbereitung und sind in der Regel teurer. Für viele private Bauherren ist daher die PVC-Folie die praktischste und wirtschaftlichste Lösung.

