Biologische Kleinkläranlage

Eine biologische Kleinkläranlage ist eine von drei Arten kleiner Kläranlagen, die Sie zur Ableitung von Abwasser aus einem Haushalt auf Ihrem Grundstück wählen können. Die biologische Hauskläranlage basiert auf aerober und anaerober Reinigung. Die Wartung einer biologischen Kleinkläranlage ist nicht aufwendig. Eine regelmäßige Wartung erfolgt nur einmal jährlich. Bei Anlagen, die ohne elektrische Energie arbeiten, ist überhaupt keine Wartung erforderlich. Für den korrekten Betrieb der Anlage muss eine rechtzeitige Schlammabfuhr (20–30 cm) sichergestellt werden, der sich im Absetz- bzw. Ausgleichsschacht der Anlage sammelt, um Stauungen, Schlammansammlungen und Geruchsbildung zu vermeiden. Durch Luftzufuhr entstehen aufgrund des Drucks im System oft Gerüche; bei rein anaeroben Systemen tritt dieses Problem nicht auf. Beim Kauf einer biologischen Kleinkläranlage sollte auf die Einhaltung der geltenden gesetzlichen Vorschriften geachtet werden.
Biologische Hauskläranlage: Arten und Materialien
Auf dem Markt bieten Hersteller zwei Arten biologischer Kleinkläranlagen an:
- den Sequencing Batch Reactor (SBR)
- und Anlagen mit Schwebebettverfahren bzw. schwebenden Partikeln.
Für kleine biologische Kleinkläranlagen werden am häufigsten Polyethylen und Polyester verwendet. Weitere Materialien sind Beton und Edelstahl (Inox).
SBR-Modell der biologischen Kläranlage
Das erste Modell basiert auf einem sequenziellen Verfahren. Die Reinigung des Abwassers erfolgt in einer Kammer, während der Zufluss in einer separaten Kammer geregelt wird. Auf diese Weise wird das Abwasser innerhalb von 12 bis 24 Stunden gereinigt, bevor es ins Grundwasser gelangt.

Biologische Kläranlage mit schwebenden Partikeln
Die biologische Kläranlage mit schwebenden Partikeln arbeitet im Durchflussverfahren, was bedeutet, dass die gleiche Menge Abwasser in die Anlage ein- und wieder austritt. Bei dieser Methode kann es bei erhöhtem Zufluss zu Überlastungen der Leitungen kommen.
Funktionsweise einer kleinen biologischen Kläranlage
Eine biologische Kleinkläranlage arbeitet mit:
- aeroben
- und anaeroben Reinigungsprozessen.
Das Abwasser aus dem Haushalt gelangt in die Anlage und sammelt sich zunächst im ersten Abteil, dem Absetzbecken. Mithilfe einer Kompressorpumpe wird eine bestimmte Menge Abwasser vom Absetzbecken in das zweite Becken, das Belüftungsbecken, gepumpt. Dabei wird das erste Ventil aktiviert. Im Belüftungsbecken wird über den Kompressor Luft in Form von Mikroblasen eingebracht, wodurch der Abbau der organischen Stoffe durch Bakterien erfolgt. Die Luftzufuhr erfolgt über ein zweites Ventil und eine Membran im Inneren der Anlage.
Die Dauer der Zersetzung hängt vom Volumen der Anlage ab. Nach der Belüftungsphase folgt die Sedimentationsphase, in der sich der Schlamm im zweiten Becken absetzt. Der Kompressor schaltet sich in dieser Phase ab, und das gereinigte Wasser trennt sich an der Oberfläche vom abgesetzten Schlamm.
Der letzte Schritt beginnt mit dem Einschalten des dritten Ventils, wobei der Kompressor das gereinigte Wasser aus dem Belüftungsbecken abpumpt. Ungereinigter Schlamm wird über das vierte Ventil zurück in das Absetzbecken gefördert. Dieser Zyklus wiederholt sich 4–6 Mal täglich. Der Energieverbrauch beträgt etwa 0,33 kWh pro Tag. Für einen korrekten Betrieb benötigt die Kläranlage zwischen 1,5 und 3 mg gelösten Sauerstoff pro Liter Wasser.

