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Gründach: Kosten und Aufbau eines Gründachs

Veröffentlicht: 02.06.2026

Mit jedem Neubau wird ein Teil der natürlichen Umgebung versiegelt. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts erkannten Planer und Architekten, dass durch die Bebauung wertvolle Grünflächen verloren gehen. Aus diesem Gedanken heraus entstanden die ersten begrünten Dächer, die einen Teil der Natur auf das Gebäude zurückbringen sollten. Heute sind Gründächer besonders in Nord- und Mitteleuropa weit verbreitet und gewinnen auch in Deutschland zunehmend an Bedeutung.

Ein Gründach ersetzt einen Teil der durch die Bebauung verlorenen Grünfläche. Gleichzeitig schafft es einen attraktiven und naturnahen Lebensraum. Flachdächer können zusätzlich als Dachterrassen genutzt werden und bieten eine angenehme Aufenthaltsfläche mit Pflanzen und Grünflächen.

Besonders in städtischen Gebieten verbessert ein Gründach die Wohnqualität und schafft einen direkten Bezug zur Natur.

Verbesserte Wärme- und Schalldämmung

Ein Gründach trägt wesentlich zur Energieeffizienz eines Gebäudes bei:

  • geringere Wärmeverluste im Winter
  • Schutz vor Überhitzung im Sommer
  • bessere Schalldämmung
  • ausgeglicheneres Raumklima

Die Vegetations- und Substratschichten wirken als zusätzliche Isolierung. Besonders Dachgeschosse profitieren von den niedrigeren Temperaturen während der Sommermonate. Darüber hinaus schützt die Begrünung die Abdichtung vor UV-Strahlung und verlängert dadurch deren Lebensdauer.

Gründächer binden Staubpartikel und Schadstoffe aus der Luft und tragen zur Verbesserung des städtischen Mikroklimas bei. Sie fördern außerdem die Artenvielfalt und schaffen Lebensräume für Insekten und Vögel.

Verbesserte Wärme- und Schalldämmung

Dachneigung und Arten der Begrünung

Die Dachneigung beeinflusst maßgeblich, welche Pflanzenarten verwendet werden können. Bei steilen Dachflächen kann Regenwasser Substrat und Erde auswaschen. Daher eignen sich dort vor allem:

  • Moose,
  • Flechten,
  • Sedum-Arten,
  • niedrig wachsende Gräser.

Zusätzlich sind spezielle Erosions- und Rutschschutzsysteme erforderlich. Extensive Gründächer bestehen aus anspruchslosen Pflanzen mit geringem Pflegeaufwand:

  • Moose,
  • Sedum,
  • Flechten,
  • niedrig wachsende Stauden.

Vorteile:

  • geringes Gewicht,
  • niedrige Pflegekosten,
  • auch für bestehende Dächer geeignet.

 

Dachbau

 

Intensive Begrünungen ermöglichen eine vielfältige Bepflanzung:

  • Ziergräser,
  • Stauden,
  • Sträucher,
  • kleine Bäume.

Sie benötigen:

  • eine deutlich dickere Substratschicht,
  • regelmäßige Bewässerung,
  • laufende Pflege.

Vor der Ausführung muss die Tragfähigkeit des Gebäudes sorgfältig geprüft werden.

Dachneigung und Arten der Begrünung

Aufbau und Schichten eines Gründachs

Die Konstruktion kann aus verschiedenen Materialien bestehen:

  • Stahlbeton,
  • Holz,
  • Trapezblech,
  • Porenbeton.

Unabhängig vom Material muss die Konstruktion gegen Feuchtigkeit und Wurzeleinwirkung geschützt werden. Auch Gründächer benötigen ein Mindestgefälle zur Ableitung von Regenwasser.

Dieses kann erzeugt werden durch:

  • Gefällebeton,
  • Gefälledämmung (z. B. XPS-Gefälledämmung).

 

Liste der Anbieter

 

Schichten eines klassischen Gründachs

Ein Gründach besteht üblicherweise aus folgenden Schichten:

  1. Tragkonstruktion: Die tragende Dachkonstruktion bildet die Basis des gesamten Systems.
  2. Bitumen-Voranstrich: Schützt die Konstruktion vor Feuchtigkeit und verbessert die Haftung weiterer Abdichtungsschichten.
  3. Dampfsperre: Verhindert das Eindringen von Wasserdampf aus dem Gebäudeinneren in den Dachaufbau.
  4. Wärmedämmung: Reduziert Wärmeverluste im Winter und schützt vor Hitze im Sommer. Typische Dämmstärke ist ca. 30 cm
  5. Abdichtung (Hydroisolierung): Schützt die Dämmung und die Konstruktion dauerhaft vor Wasser.
  6. Drainageschicht: Die Drainage leitet überschüssiges Wasser ab und speichert gleichzeitig einen Teil des Wassers für die Pflanzen. Häufig kommen Noppenbahnen oder spezielle Drainageelemente zum Einsatz.
  7. Filtervlies: Verhindert das Ausschwemmen feiner Erdpartikel in die Drainageschicht.
  8. Wurzelschutzschicht: Schützt die darunterliegenden Schichten vor aggressivem Wurzelwachstum und möglichen Beschädigungen.
  9. Vegetationssubstrat: Die Stärke des Substrats hängt von der Art der Begrünung ab. Typische Substrathöhen für extensive Begrünung sind ca. 5–15 cm, für intensive Begrünung bis zu 100 cm.
  10. Erosions- bzw. Rutschschutz: Ab einer Dachneigung von etwa 10° erforderlich, um ein Abrutschen des Substrats zu verhindern.
  11. Vegetationsschicht: Die oberste Schicht besteht aus der eigentlichen Bepflanzung, entweder extremer oder intensiver Begrünung.

Gründach – Kosten

Gründach – Kosten

Die Kosten für ein Gründach hängen von der Art der Begrünung, dem Dachaufbau, der Tragfähigkeit der Konstruktion sowie dem gewünschten Pflegeaufwand ab.

Eine extensive Dachbegrünung mit Sedum, Moosen oder niedrigen Gräsern ist die kostengünstigste Variante. Sie benötigt nur eine geringe Substrathöhe und wenig Pflege. Kosten:

  • ca. 40–80 €/m² bei Neubauten,
  • ca. 60–100 €/m² bei Nachrüstung bestehender Dächer.

Intensive Gründächer ermöglichen die Bepflanzung mit Stauden, Gräsern, Sträuchern oder sogar kleinen Bäumen. Aufgrund der größeren Substratstärke und höheren statischen Anforderungen sind die Kosten deutlich höher. Kosten:

  • ca. 100–250 €/m²,
  • bei aufwendig gestalteten Dachgärten auch über 300 €/m².

Bei der Kalkulation sollten außerdem folgende Nebenkosten berücksichtigt werden:

  • statische Prüfung des Daches,
  • Wurzelschutzsysteme,
  • Bewässerungsanlagen,
  • Absturzsicherungen bei begehbaren Dächern,
  • regelmäßige Wartung und Pflege.

In vielen deutschen Städten und Gemeinden werden Gründächer finanziell gefördert. Je nach Bundesland und Kommune sind Zuschüsse von mehreren hundert bis mehreren tausend Euro möglich. Zudem reduzieren begrünte Dächer häufig die Niederschlagswassergebühren, da sie Regenwasser zurückhalten.

Für ein typisches extensives Gründach auf einem Einfamilienhaus sollten in Deutschland heute etwa 40–80 €/m² eingeplant werden. Wer einen begehbaren Dachgarten mit intensiver Begrünung wünscht, muss je nach Ausstattung mit 100–250 €/m² oder mehr rechnen. Die höheren Investitionskosten werden langfristig durch eine längere Lebensdauer der Dachabdichtung, bessere Wärmedämmung und mögliche Förderungen teilweise ausgeglichen. Auf dem Portal Top-Angebot finden Sie auf jeden Fall den besten Anbieter für Ihr Grundachprojekt. Sie können hier Ihre Anfrage stellen.

 

Was ist ein Gründach?

Ein Gründach ist eine Dachfläche, die mit Vegetation bepflanzt wird. Dabei werden spezielle Schichten aus Abdichtung, Drainage, Substrat und Pflanzen auf dem Dachaufbau installiert. Gründächer können sowohl auf Wohnhäusern als auch auf Gewerbe- und Industriegebäuden umgesetzt werden.

Welche Vorteile bietet ein Gründach?

Ein Gründach verbessert die Wärmedämmung, reduziert die Aufheizung im Sommer, schützt die Dachabdichtung vor UV-Strahlung und Witterungseinflüssen und verlängert dadurch die Lebensdauer des Daches. Zusätzlich verbessert es das Mikroklima, bindet Feinstaub und schafft Lebensräume für Insekten und Vögel.

Was ist der Unterschied zwischen extensiver und intensiver Dachbegrünung?

Eine extensive Dachbegrünung besteht meist aus Sedum, Moosen oder niedrig wachsenden Pflanzen. Sie benötigt wenig Pflege, hat ein geringes Gewicht und eignet sich für viele Dachflächen. Eine intensive Dachbegrünung ähnelt dagegen einem klassischen Garten und ermöglicht die Bepflanzung mit Stauden, Sträuchern oder kleinen Bäumen. Sie benötigt mehr Pflege, Bewässerung und eine höhere Tragfähigkeit des Daches.

 

Begrünung vom Dach

 

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