Mauern mit Ziegeln oder Porenbeton?

Für viele Bauherren ist es selbstverständlich, ein Haus mit Ziegeln zu bauen. Andere entscheiden sich für alternative Baustoffe wie Porenbeton. Sowohl das Mauern mit Ziegeln als auch mit Porenbeton hat Vor- und Nachteile, die wir im Folgenden näher betrachten.
Mauern mit Ziegeln und Porenbeton – ist das dasselbe?
Ein Vorteil der Ziegelbauweise besteht darin, dass deutlich mehr Handwerksbetriebe Erfahrung mit Ziegelmauerwerk haben als mit Porenbeton. Die Verarbeitung beider Materialien unterscheidet sich erheblich. Ein Maurer, der mit Ziegeln arbeitet, verfügt nicht automatisch über die nötige Erfahrung im Umgang mit Porenbeton.
Daher ist es wichtig, sowohl für Ziegel- als auch für Porenbetonmauerwerk einen erfahrenen Fachbetrieb zu wählen, der die Eigenschaften des jeweiligen Materials kennt und die Ausführung fachgerecht umsetzen kann.

Vorteile von Ziegeln und Porenbeton
Der Ziegel gehört zu den klassischen Baustoffen im Hausbau und bietet zahlreiche Vorteile:
- lange Lebensdauer,
- nachhaltiger und natürlicher Baustoff,
- geringe Wasseraufnahme,
- sehr gute Wärmespeicherfähigkeit,
- natürliche Regulierung der Luftfeuchtigkeit,
- große Auswahl an unterschiedlichen Ziegelsystemen.
Ziegel können Wärme speichern und zeitverzögert wieder an den Raum abgeben. Dadurch tragen sie zu einem angenehmen und ausgeglichenen Raumklima bei.
Porenbeton überzeugt vor allem durch seine einfache Verarbeitung und sein geringes Gewicht. Zu den wichtigsten Vorteilen zählen:
- schnelle und einfache Verarbeitung,
- geringes Eigengewicht,
- kurze Bauzeiten,
- hohe Maßgenauigkeit der Steine,
- einfache Bearbeitung auf der Baustelle,
- gute Wärmedämmeigenschaften.
Durch seine poröse Struktur lässt sich Porenbeton leicht sägen, bohren und anpassen. Die präzise Fertigung der Steine ermöglicht zudem eine besonders exakte Ausführung des Mauerwerks.

Kombination mit anderen Baustoffen
Für nichttragende Innenwände und einfache Wandkonstruktionen eignet sich Porenbeton sehr gut. Bei komplexeren Tragwerkslösungen ergeben sich jedoch einige Herausforderungen. Insbesondere bei:
- Stahlbetondecken,
- Ringankern,
- Stahlbetonstützen,
- Befestigungen schwerer Bauteile.
ist die Ausführung häufig aufwendiger als bei klassischem Ziegelmauerwerk. Auch die Verankerung schwerer Lasten erfordert bei Porenbeton spezielle Dübel- und Befestigungssysteme.
Wie dick sollte eine Außenwand sein?
Die erforderliche Wandstärke hängt von den energetischen Anforderungen und dem gewählten Baustoff ab. Beispielsweise erreicht:
- eine 30 cm starke Ziegelwand mit 16 cm Wärmedämmung einen U-Wert von etwa 0,15 W/m²K,
- eine 30 cm starke Porenbetonwand mit 10 cm Dämmung etwa 0,20 W/m²K,
- eine 40 cm starke Porenbetonwand ohne zusätzliche Dämmung etwa 0,35 W/m²K,
- eine 50 cm starke Porenbetonwand ohne zusätzliche Dämmung etwa 0,25 W/m²K.
Für Neubauten in Deutschland gelten die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Die genaue Wandkonstruktion sollte daher stets mit dem Architekten oder Energieberater abgestimmt werden.

Mauern mit Ziegeln oder Porenbeton – Kosten
Die Kosten hängen von der gewählten Steinart, der Wandstärke sowie den regionalen Handwerkerpreisen ab. Als grobe Orientierung können folgende Werte dienen:
| Bauweise | Richtpreis Material |
| Ziegelmauerwerk | ca. 120 – 180 €/m³ |
| Porenbetonmauerwerk | ca. 130 – 170 €/m³ |
Zusätzliche Kosten entstehen durch Sondersteine, Eckelemente, Ringankersteine sowie spezielle Formteile für statische Anforderungen.
Ziegel überzeugen durch ihre hohe Robustheit, ausgezeichnete Feuchtigkeitsregulierung und Wärmespeicherfähigkeit. Porenbeton punktet dagegen mit geringem Gewicht, einfacher Verarbeitung und guten Wärmedämmeigenschaften.
Welche Lösung die bessere Wahl ist, hängt letztlich von den Anforderungen des Bauprojekts, dem gewünschten Energiestandard und dem verfügbaren Budget ab. Auf unserem Portal Top-Angebot finden Sie sowohl für Ziegel als auch für Porenbeton den besten Anbieter. Senden Sie Ihre Anfrage!
Was ist der Unterschied zwischen Ziegel und Porenbeton?
Ziegel und Porenbeton gehören zu den am häufigsten verwendeten Baustoffen im Hausbau, unterscheiden sich jedoch in ihren Eigenschaften. Ziegel überzeugen durch ihre hohe Festigkeit, lange Lebensdauer und ausgezeichnete Wärmespeicherfähigkeit. Porenbeton ist dagegen deutlich leichter, einfacher zu bearbeiten und bietet sehr gute Wärmedämmeigenschaften. Welche Lösung besser geeignet ist, hängt von den Anforderungen des jeweiligen Bauprojekts ab.
Welcher Baustoff bietet die bessere Wärmedämmung?
Porenbeton besitzt aufgrund seiner porösen Struktur sehr gute Dämmeigenschaften und kann bei größeren Wandstärken teilweise sogar ohne zusätzliche Dämmung eingesetzt werden. Ziegel verfügen zwar ebenfalls über gute Wärmedämmwerte, werden jedoch häufig mit einem Wärmedämmverbundsystem kombiniert, um besonders niedrige U-Werte zu erreichen. Die tatsächliche Energieeffizienz hängt immer von der gesamten Wandkonstruktion ab.
Sind Ziegelhäuser langlebiger als Häuser aus Porenbeton?
Beide Baustoffe ermöglichen langlebige Gebäude, wenn sie fachgerecht verarbeitet werden. Ziegel haben sich über Jahrhunderte bewährt und zeichnen sich durch ihre hohe Robustheit sowie geringe Wasseraufnahme aus. Auch Porenbeton kann eine sehr lange Lebensdauer erreichen, sofern Planung, Ausführung und Witterungsschutz fachgerecht umgesetzt werden.

