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Ausbauhaus – Leistungen und Kosten

Veröffentlicht: 01.06.2026

Vor dem Bau eines Fertighauses bieten die Hersteller in der Regel verschiedene Ausbaustufen an, die sich hinsichtlich des Leistungsumfangs unterscheiden. Die einfachste Variante ist das sogenannte Ausbauhaus beziehungsweise die außen fertiggestellte Ausführung.

Darüber hinaus gibt es das Fertighaus als teilweise schlüsselfertige Lösung sowie das schlüsselfertige Fertighaus, bei dem sämtliche Bau- und Ausbauarbeiten enthalten sind.

Im Folgenden stellen wir die Ausbaustufe „Ausbauhaus“ näher vor.

Ausbauhaus

Das Ausbauhaus wird bis zu dem Bauzustand errichtet, in dem das Gebäude wetterfest und von außen vollständig geschlossen ist. Die erste Ausbaustufe eines Fertighauses wird als Ausbauhaus oder außen fertiggestelltes Fertighaus bezeichnet. Sie stellt die kostengünstigste Variante eines Fertighauses dar.

Ausbauhaus

In der Regel umfasst diese Ausführung:

  • Baustelleneinrichtung,
  • Herstellung der Hauskonstruktion,
  • Lieferung und Montage der Fertighauselemente,
  • Einbau der Fenster und Außentüren,
  • Dachdecker- und Spenglerarbeiten,
  • Fertigstellung der Fassade.

Mit diesen Arbeiten ist der Rohbau einschließlich wetterfester Gebäudehülle abgeschlossen.

 

Schlüsselfertiges Bauen

 

Baustelleneinrichtung

Die Baustelleneinrichtung wird in der Regel vom beauftragten Bauunternehmen übernommen. Dazu gehören unter anderem:

  • Einrichtung und Absicherung der Baustelle,
  • Erstellung eines Baustelleneinrichtungsplans,
  • Aufstellung der erforderlichen Baustelleneinrichtungen,
  • Bereitstellung von Sozialräumen für die Mitarbeiter.

Herstellung der Hauskonstruktion

Die Konstruktion eines Fertighauses umfasst sämtliche vorgefertigten Bauelemente inklusive Montage. Dazu gehören:

  • Außenwände mit integrierter Wärme- und Schalldämmung,
  • vorbereitete Fassadensysteme,
  • Innenwände mit Dämmung,
  • Deckenkonstruktionen mit Wärme- und Schalldämmung,
  • Dachkonstruktion einschließlich Dämmung und Abdichtung.

Die Decken- und Dachunterseiten werden üblicherweise mit Gipskartonplatten verkleidet.

Baustelleneinrichtung

Lieferung und Montage des Fertighauses

Nach der Produktion im Werk werden die einzelnen Bauelemente zur Baustelle transportiert und dort montiert. Der große Vorteil von Fertighäusern liegt in der kurzen Montagezeit, da die Elemente bereits industriell vorgefertigt werden.

Die Montage der Fenster und der Hauseingangstür ist in dieser Ausbaustufe bereits enthalten. Bei vielen Herstellern werden Fenster und Türen bereits im Werk in die Wandmodule integriert und anschließend zusammen mit den Wandelementen auf die Baustelle geliefert.

 

Liste der Anbieter

 

Dachdecker- und Spenglerarbeiten

Diese Arbeiten umfassen:

  • die Dacheindeckung,
  • Dachabdichtungen,
  • Dachrinnen,
  • Fallrohre,
  • weitere Entwässerungselemente.

Dadurch wird das Gebäude vollständig gegen Witterungseinflüsse geschützt.

Dachdecker- und Spenglerarbeiten

Fassadenarbeiten

Die Fassadenarbeiten bilden den Abschluss der Außenhülle. Dazu gehören:

  • Wärmedämmung,
  • Armierungsschicht,
  • Oberputz beziehungsweise Fassadenbeschichtung.

Nach Abschluss dieser Arbeiten ist das Gebäude von außen vollständig fertiggestellt.

Bauzeit eines Ausbauhauses

Mit der Fertigstellung von Dach und Fassade ist die Rohbauphase abgeschlossen. Das Haus ist nun geschlossen, wetterfest und für die weiteren Innenausbauarbeiten vorbereitet. Die Montage des Fertighauses einschließlich Dach- und Fassadenarbeiten dauert in der Regel etwa zwei bis drei Monate. Berücksichtigt man zusätzlich:

  • die Planung,
  • die Produktion der Elemente im Werk,
  • die Lieferzeiten,
  • die Erstellung der Bodenplatte,

liegt die gesamte Bauzeit eines Ausbauhauses durchschnittlich bei etwa sechs bis neun Monaten. Die tatsächliche Dauer hängt dabei vom Hersteller, der Auftragslage und der Komplexität des Projekts ab.

Bauzeit eines Ausbauhauses

Kosten eines Ausbauhauses

Die Kosten eines Ausbauhauses werden von zahlreichen Faktoren beeinflusst:

  • Hersteller des Fertighauses,
  • Hausgröße,
  • Architektur und Grundriss,
  • Dachform,
  • Bauweise und Konstruktionssystem,
  • Ausstattungsstandard,
  • verwendete Materialien.

In Deutschland liegen die Kosten für ein Ausbauhaus derzeit meist zwischen 1.300 und 2.000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Bei einem Fertighaus mit einer Wohnfläche von etwa 170 m² ergibt sich somit ein Preisrahmen von ungefähr 220.000 bis 340.000 Euro.

Je nach Region, Ausstattung und Energiestandard können die tatsächlichen Kosten darüber oder darunter liegen.

Hinweis: Die genannten Preise beziehen sich ausschließlich auf das Ausbauhaus. Grundstückskosten, Bodenplatte beziehungsweise Keller, Hausanschlüsse, Außenanlagen sowie der Innenausbau sind in der Regel nicht enthalten.

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Was versteht man unter einem Ausbauhaus?

Ein Ausbauhaus ist die einfachste und kostengünstigste Ausbaustufe eines Fertighauses. Der Hersteller errichtet das Gebäude bis zu dem Punkt, an dem die Außenhülle vollständig fertiggestellt und das Haus wetterfest ist. Dazu gehören in der Regel die tragende Konstruktion, das Dach, die Fenster, die Außentüren sowie die Fassade. Der Innenausbau wird anschließend vom Bauherrn selbst oder von separat beauftragten Handwerksbetrieben durchgeführt. Diese Variante eignet sich besonders für Bauherren, die Eigenleistungen erbringen möchten und dadurch Baukosten sparen wollen.

Welche Arbeiten müssen beim Ausbauhaus noch selbst durchgeführt werden?

Nach der Fertigstellung des Ausbauhauses sind zahlreiche Innenausbauarbeiten erforderlich. Dazu zählen unter anderem die Elektroinstallation, Sanitär- und Heizungsarbeiten, Innenputz, Estrich, Bodenbeläge, Malerarbeiten sowie die Montage von Innentüren. Auch die Einrichtung von Badezimmern und Küchen gehört meist nicht zum Leistungsumfang. Welche Arbeiten konkret noch auszuführen sind, hängt vom jeweiligen Anbieter und der vereinbarten Ausbaustufe ab.

Für wen eignet sich ein Ausbauhaus?

Ein Ausbauhaus eignet sich vor allem für Bauherren, die handwerkliches Geschick besitzen oder Unterstützung durch Familie, Freunde oder eigene Handwerker haben. Durch die Übernahme bestimmter Arbeiten können erhebliche Kosten eingespart werden. Gleichzeitig sollten Bauherren ausreichend Zeit einplanen, da sich die Fertigstellung des Hauses durch Eigenleistungen verlängern kann. Wer möglichst schnell einziehen möchte, entscheidet sich häufig eher für ein schlüsselfertiges Fertighaus.

 

Ausbauhaus bauen

 

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