Gartenhäuser und Geräteschuppen: Kunststoff-, Metall- und Holz-Gartenhäuser

Ein Gartenhaus bietet zusätzlichen Stauraum für Sport- und Freizeitgeräte sowie für Gartengeräte. Ist das Gartenhaus etwas größer, kann es auch als überdachter Bereich für Grillabende oder sogar als Gästezimmer genutzt werden. Die Wahl des richtigen Gartenhauses beginnt mit der Auswahl des passenden Materials. Gartenhäuser werden hauptsächlich aus drei Materialien hergestellt:
- Holz,
- Kunststoff
- und Metall.
Welche Art von Gartenhaus für Sie die beste ist, hängt von Ihren Bedürfnissen, Erwartungen und dem geplanten Verwendungszweck ab. Ebenso spielt die Zeit eine Rolle, die Sie für Pflege und Wartung aufwenden möchten.
Materialwahl bei Gartenhäusern und Gartenschuppen
Ein Holz-Gartenhaus benötigt regelmäßige Pflege sowie alle paar Jahre einen neuen Anstrich oder eine neue Lasur. Dafür bietet es eine besonders natürliche Optik. Ein Kunststoff-Gartenhaus benötigt deutlich weniger Wartung, eignet sich jedoch weniger als Aufenthaltsraum, da das Material nicht „atmet“. Es dient hauptsächlich als Lagerraum.
Die dritte und oft preisgünstigste Variante ist das Metall-Gartenhaus. Es stellt einen Kompromiss zwischen Holz und Kunststoff dar. Allerdings gefällt vielen Eigentümern der eher industrielle Charakter nicht. Außerdem lassen sich Metallhäuser ohne spezielles Werkzeug schwieriger reparieren oder umbauen.

Kunststoff-Gartenhäuser
Kunststoff-Gartenhäuser sind allgemein sehr widerstandsfähig gegenüber Witterungseinflüssen. Ihr Pflegeaufwand ist minimal. Moderne Fertigungstechniken ermöglichen inzwischen Oberflächen, die Holz oder Stein täuschend echt nachahmen. Preislich liegen Kunststoff-Gartenhäuser meist zwischen Metall- und Holz-Gartenhäusern.
Ein offensichtlicher Nachteil ist die Umweltbelastung durch Kunststoff, der zu den weniger nachhaltigen Baumaterialien zählt. Ein weiterer Nachteil ist die oftmals weniger hochwertige Optik. Kunststoff altert vergleichsweise schlecht, kann vergilben oder ausbleichen und lässt sich deutlich schwieriger aufarbeiten als Holz oder lackiertes Metall.
Außerdem ist ein Kunststoff-Gartenhaus nicht für dauerhaftes Arbeiten oder Wohnen geeignet, da es kaum Feuchtigkeit reguliert. Dadurch eignet es sich vor allem als Lagerraum für Werkzeuge und Geräte. Eine spätere Umnutzung als Gästezimmer oder Homeoffice ist nur eingeschränkt möglich.
Kunststoff-Gartenhäuser werden aus unterschiedlichen Materialien gefertigt. Häufig kommen Vinyl oder Polyethylen zum Einsatz. Optisch unterscheiden sich die verschiedenen Kunststoffarten meist nur wenig, technisch gibt es jedoch Unterschiede.
Gartenhäuser aus Vinyl sind beispielsweise schwer entflammbar, während andere Kunststoffarten dies oft nicht sind. Zudem gelten Vinyl-Gartenhäuser als besonders robust und widerstandsfähig gegenüber starken Temperaturschwankungen. Sie reißen weniger schnell und sind besonders wetterbeständig. Deshalb eignen sich Vinyl-Gartenhäuser besonders gut für heiße und feuchte Klimazonen und zählen zu den am häufigsten verkauften Kunststoff-Gartenhäusern.
Holz-Gartenhäuser
Holz-Gartenhäuser sind sehr beliebt, da sie sich harmonisch in den Garten einfügen und sich mit etwas handwerklichem Geschick auch selbst errichten lassen. Wird ein Holz-Gartenhaus gewählt, muss das Holz entsprechend imprägniert und geschützt werden.
Holz-Gartenhäuser gelten als die optisch attraktivsten und flexibelsten Modelle. Sie sind in zahlreichen Größen, Ausführungen sowie mit unterschiedlichen Fenster- und Türvarianten erhältlich. Außerdem lassen sich Holz-Gartenhäuser leicht an das Erscheinungsbild des Wohnhauses anpassen, beispielsweise durch:
- Lasuren,
- Farben
- oder Schindelverkleidungen.
Ein weiterer Vorteil ist die einfache Nachrüstbarkeit. Türen, Fenster oder einzelne Bretter können mit vergleichsweise geringem Aufwand ausgetauscht oder ergänzt werden. Ein hochwertiges Holz-Gartenhaus ist zudem äußerst stabil und langlebig. Wichtig ist lediglich, dass das Holz durch ausreichende Dachüberstände vor direkter Witterung geschützt wird und regelmäßig gepflegt wird.
Im Vergleich zu Kunststoff- oder Metall-Gartenhäusern benötigt Holz regelmäßige Pflege. Um lange schön zu bleiben, sollte das Holz etwa alle zwei bis drei Jahre gestrichen oder lasiert werden.
Ein weiteres Problem können Insekten sein. Werden Holzteile befallen, können sie beschädigt werden oder verrotten und müssen ersetzt werden. Dieses Risiko lässt sich durch hochwertige, von Natur aus widerstandsfähige Holzarten wie beispielsweise Zedernholz deutlich reduzieren.
Der größte Nachteil ist jedoch der Preis. Individuell angefertigte Holz-Gartenhäuser sind deutlich teurer als Standardmodelle aus Kunststoff oder Metall. Dafür bieten sie eine unvergleichlich natürliche Optik und hochwertige Ausstrahlung.

Gemauerte Gartenhäuser
Wer eine besonders dauerhafte und wartungsarme Lösung sucht, kann sich für ein gemauertes Gartenhaus entscheiden. Der Nachteil besteht darin, dass ein gemauertes Gartenhaus meist höhere Baukosten verursacht und ein Fundament benötigt. Die Planung und Ausführung sind aufwendiger als bei Fertiglösungen.
Für weniger erfahrene Heimwerker stellt der Bau häufig eine Herausforderung dar, sodass oft ein Fachbetrieb beauftragt werden muss, was zusätzliche Kosten verursacht.
Metall-Gartenhäuser
Metall-Gartenhäuser zählen zu den robustesten Varianten überhaupt. Sie verrotten nicht und sind unempfindlich gegenüber Insekten. Weder extreme Kälte noch starke Hitze beeinträchtigen die Konstruktion wesentlich. Daher können Metallhäuser problemlos in der prallen Sonne oder in Regionen mit strengen Wintern aufgestellt werden.
Ein weiterer Vorteil besteht im sehr geringen Wartungsaufwand. Im Vergleich zu Kunststoff altert Metall zudem oft optisch ansprechender. Wer den Metall-Look nicht mag, kann das Gartenhaus in nahezu jeder gewünschten Farbe lackieren. Zusätzlich sind Metall-Gartenhäuser häufig die günstigste Variante.
Metall-Gartenhäuser lassen sich nur schwer nachträglich verändern oder erweitern, da hierfür oft Spezialwerkzeuge benötigt werden. Außerdem besteht die Gefahr von Korrosion und Rost. Wird Rost nicht rechtzeitig behandelt, kann er die Konstruktion dauerhaft beschädigen. Besonders in feuchten Regionen sollte daher auf einen guten Korrosionsschutz geachtet werden.
Viele Eigentümer empfinden zudem die industrielle Optik als Nachteil. Auch wenn sich die Oberfläche lackieren lässt, erreicht sie selten die wohnliche Wirkung eines Holz-Gartenhauses. Ein Metall-Gartenhaus eignet sich besonders für Personen, die eine kostengünstige und unkomplizierte Aufbewahrungslösung suchen.
Wer lediglich Gartengeräte, Fahrräder oder andere Gegenstände lagern möchte, trifft mit einem Metall-Gartenhaus oft eine gute Wahl. Soll das Gartenhaus dagegen als Werkstatt, Hobbyraum oder multifunktionaler Aufenthaltsbereich genutzt werden, empfiehlt sich meist ein Holz-Gartenhaus.
Alternativ können Sie sich auch für ein Gartenhaus aus Fiberglas entscheiden. Fiberglas-Gartenhäuser sind einfach zu montieren und pflegeleicht. Ähnlich wie Metall-Gartenhäuser wirken sie jedoch häufig etwas fremd im natürlichen Gartenumfeld und passen nicht immer harmonisch in naturnahe Gartenkonzepte.

Wie hoch sind die Preise für Gartenhäuser?
In Deutschland können Sie ungefähr mit folgenden Preisen rechnen:
| Gartenhaustyp | Preis inkl. Material |
| Metall-Gartenhaus (ca. 4 m²) | ca. 500–2.000 € |
| Kunststoff-Gartenhaus (ca. 4 m²) | ca. 800–3.000 € |
| Holz-Gartenhaus (ca. 4 m²) | ca. 1.500–5.000 € |
| Hochwertiges Holz-Gartenhaus nach Maß | ab 5.000 € bis deutlich über 10.000 € |
Die Montagekosten für Gärtenhäuser fallen ungefähr in diese Muster:
- Fertigbausatz-Montage: ca. 300–1.500 €
- Fundament (je nach Ausführung): ca. 500–3.000 €
- Individuelle Maßanfertigungen: entsprechend höher
Auf dem Portal Top-Angebot können Sie zwischen verschiedenen Anbietern wählen und Preise vergleichen. Wenn Sie sich für einen Anbieter entschieden haben, können Sie Ihre Anfrage hier stellen.
Benötigt man für ein Gartenhaus eine Baugenehmigung?
Ob für ein Gartenhaus eine Baugenehmigung erforderlich ist, hängt in Deutschland vom jeweiligen Bundesland, der Größe des Gartenhauses, der Gebäudehöhe sowie dem Standort auf dem Grundstück ab. Kleinere Gartenhäuser sind in vielen Fällen genehmigungsfrei, dennoch müssen Abstandsflächen, Bebauungspläne und örtliche Bauvorschriften eingehalten werden.
Welches Gartenhaus hält am längsten?
Die Lebensdauer eines Gartenhauses hängt vor allem vom Material, der Verarbeitungsqualität und der regelmäßigen Pflege ab. Hochwertige gemauerte Gartenhäuser können problemlos mehrere Jahrzehnte überdauern und gelten als die langlebigste Lösung. Bei Fertig-Gartenhäusern erreichen Metall- und Qualitäts-Holzhäuser ebenfalls sehr hohe Lebensdauern.
Welches Gartenhaus eignet sich als Hobbyraum oder Homeoffice?
Wer sein Gartenhaus nicht nur als Geräteschuppen nutzen möchte, sollte auf eine gute Dämmung, ausreichend Tageslicht und eine hochwertige Konstruktion achten. Für die Nutzung als Homeoffice, Werkstatt oder Hobbyraum sind Holz-Gartenhäuser meist die beste Wahl.

